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Jeder von uns kennt das Gefühl des frisch Verliebt Seins.In dieser ersten Verliebtheits-Phase sind wir wirklich gut drauf.Unglaublich stark,glücklich und beschwingt laufen wir durch die Gegend bzw. wir laufen nicht, sondern schweben auf Wolke sieben.Die Welt scheint neuerschaffen.Schmetterlinge im Bauch und rundum glücklich.Dafür verantwortlich sind biochemisch gesehen die Glückshormone im Gehirn. Dopamin,Serotonin,Noradrenalin und die Endorphine.Diese Glückshormone werden jetzt im Übermaß produziert und lassen uns happy sein. In einer normalen Beziehung steigt dieser Spiegel kontinuierlich nach oben.Der Höhepunkt ist nach ungefähr 6 Monaten erreicht,dann fällt er langsam wieder ab,pendelt sich aber auf einem immer noch erhöhten Level ein.Dafür besitzen wir Schutzmechanismen,bedingt durch ein gesundes Nähe-Distanz Verhalten.Diese Mechanismen sorgen dafür das sich die Psyche einstellen und regulieren kann.Das ist notwendig damit wir nicht dauerhaft high-level fahren und nach ca. 6 Mon. langsam von der Verliebtheits in die Liebesphase überwechseln können.

In einer Borderline-Geschichte wird das Pferd aber etwas anders aufgezäumt.Da er die Symbiose sucht,also die absolute Verschmelzung zur Erlangung eines "Ich",idealisiert er.Das bedeutet er gibt nicht Stück für Stück und nicht die 100% sondern sofort alles und mit 300%.Damit erhalten wir sofort unser Wunschbild ,welches wir unbewusst auf ihn projizieren und das er wieder zurückspiegelt.Dadurch werden unsere kognitiven Sperren im Gehirn ausgehebelt.Wir bekommen einen Flash.Unser Hormonspiegel steigt nicht kontinuierlich sondern er knallt mit einem Schlag nach oben.Das Feeling dabei wird von keiner anderen Droge erreicht,auch nicht von Heroin!Dieser Zustand wird vom Borderliner einige Wochen absichtlich aufrechterhalten.Das führt dazu das langsam aber sicher unsere Psyche den gesamten Stoffwechsel nicht mehr kontrollieren kann.Unser Suchtgedächtniss jedoch merkt sich fortan diesen "Glückshormon-Dauer-Highlevel" und wird immer wieder danach verlangen.Koste es was es wolle.

Wenn man ihm aber zu Nahe kommt muß der Borderliner in die Rückzugs-Distanzphase.Das sind nicht die Ausraster die es vorher schon gab.Es ist die erste Abwertung mit darauf folgender Spaltung.Damit ist die "Beziehung" urplötzlich und "endgültig" vorbei.Der Junkie ist nun völlig unerwartet von seiner Droge abgeschnitten und somit trocken gelegt.Von 300% auf Null.Das ist ein sehr übler kalter Entzug.Das es dem Dealer dadurch erstmal auch nicht toll geht,darauf kann dieser keine Rücksicht nehmen.Er "muß" in die Distanz,bedingt durch seine Krankheit.In so einer Phase ist unser Borderline-Partner das genaue Gegenteil von dem was er vorher war.Und jetzt ist er auch sofort offen für eine neue Beziehung.Läuft ihm ein geeignetes Objekt in diesem Moment über den Weg werden wir nie wieder etwas von ihm hören.Wir sind dann für ihn höchstens noch ein entfernter Bekannter,den er irgendwann einmal gekannt hat, und den er jetzt meidet wie der Teufel das Weihwasser.

In der Regel läuft es aber zumindest die ersten 1bis2 Jahre "leider" anderst ab.Der Betroffene hat während dieser Zeit noch nicht so den extremen "Weitersuchen müßen" Druck, weil die natürliche Symbiosezeit von ca.2,5 Jahren noch nicht überschritten ist.Da es ihm auch durch die aufgelöste Symbiose sehr schlecht geht, wird er am ehesten heulend und dem Tode nah daheim rumhängen.So lernt man schlecht jemand Neues kennen.Wenn er aber weiterleben will bleibt ihm also nichts anderes übrig als in einer Talwelle des Hasses reumütig zum alten Idol zurückzuspalten.Zumal dieser durch den kalten Entzug bedingt ja auch wirklich alles tut um ihn zurückzugewinnen.Nach einigen "klärenden" Gesprächen,bei denen beide festgestellt haben, wie sehr sie sich doch lieben und das sie ohne den anderen nicht mehr leben können ,kommt nun die unvermeidliche "Versöhnung".Der Borderliner fordert jetzt "unverzüglich" die erneute Symbiose und knallt dem abhängigen Partner wieder eine Überdosis.Der Entzug ist damit zu Ende.Vorläufig.

Da sich dieses Drama aber unendlich wiederholt und dieses Auf und Ab kein Mensch auf Dauer unbeschadet durchhält,kommt es zu einer fortschreitenden "Destabilisierung" der Psyche des Abhängigen.Ohne prof. Hilfe kann er diesen Suchtkreislauf nicht mehr durchbrechen.Der Gehirn-und damit auch der Körperstoffwechsel des "Borderline-Junkies" laufen vollkommen aus dem Ruder.Aus einer vielleicht einst starken Persönlichkeit wird mehr und mehr ein energieloser,ausgetrockneter Schwamm,der der Droge immer weniger entgegenzusetzen hat.Ein Wrack das zur Energiegewinnung,Symbiose und Ich-Projizierung für den Betroffenen völlig wertlos geworden ist.Denn für ihn sind diese Dinge existenziel überlebensnotwendig. Spätestens jetzt muß und wird er wirklich endgültig gehen.Zurück bleibt nur noch eine leere Hülle.